Programm zum Derby-Renntag ist online

  • Besonders aus Wetter-/Spielersicht ist es äußerst bemerkenswert, dass bereits seit nunmehr 6 Jahren kein am Wettmarkt favorisiertes Gespann das Österreichische Traber-Derby mehr gewinnen konnte. Darunter waren auch ganz klare 'unter-pari-Favoriten', wie im Vorjahr Juwel Venus (Toto 1,30) , 2016 Orange Venus (1,80) , 2014 Tosca Victory (1,20) oder 2013 Four Roses Venus (1,90). Auch die Derby-Favoritin 2013 Natalie Go notierte mit 2,10 nur knapp über pari, konnte aber auch nur den dritten Platz belegen. 2017 wurde im Derby Dreamboy AS mit 4,00 favorisiert, auch er wurde nur Dritter


    Der letzte Toto-Favorit, der das Derby dann auch tatsächlich gewinnen konnte, war jedenfalls 2012 Arnie's Way AD, der mit Michael Hönemann im Sulky zu Toto 2,00 reüssieren konnte


    Wie gesagt, immerhin bereits 7 Jahre her...


    Hier im Überblick die Ergebnisse der letzten 6 Derbys, wobei man gut sehen kann, dass keiner der Derbysieger Siegtoto unter 5,00 hatte, der Sieger von 2014 HP Smek gar 22,90 auf Sieg zahlte. Da die Derby-Favoriten der letzten 6 Jahre mit Ausnahme von Tosca Victory nicht einmal auf dem zweiten Platz landeten, erwiesen sich vor allem auch die Zweierwetten als besonders lukrativ. So zahlten die Zweierwetten der letzten 5 Derbys 40,60; 158,70; 18,60; 47,70 und 19,80, und somit durchschnittlich knapp über 57 Euro für 1


    Derby 2018

    1. I Love You Darling 1:17,4 (Matthias Schambeck) 7,80

    2. Freeman Venus (Franz Konlechner) 10,50

    3. Ecoturbina (Hubert Brandstätter jun) 10,60

    4. Juwel Venus (Erich Kubes) 1,30 FAVORIT

    5. A Chocolate Dream (Gregor Krenmayr) 16,30

    Sieg: 7,80 Plätze: 2,10-1,90-4,30 Zw: 40,60 DW: 513,40

    Derby 2017

    1. Wotan Casei 1:17,5 (Gerhard Mayr) 5,40

    2. Donna Rapide (Christoph Fischer) 121,70

    3. Dreamboy AS (Gregor Krenmayr) 4,00 FAVORIT

    4. Pinocchi O (Johan Buijs) 137,50

    5. Wolphi Autriche (Johan Untersteiner) 4,90

    Sieg: 5,40 Plätze: 1,80-9,90-2,40 Zw: 158,70 Dw: 924,40

    Derby 2016

    1. Mc Donald Venus 1:17,6 (Michael Schmid) 5,10

    2. Xena Venus (Hubert Brandstätter jun) 56,10

    3. Algiers Angel (Carsten Milek) 40,50

    4. Abanos (Conrad Lugauer) 11,80

    5. Titus (Karl Höbart) 192,60

    12. Orange Venus (Michael Nimczyk) 1,80 FAVORIT

    * Muscle Mouse (Toto 4,00) 'gewann' eigentlich dieses Derby, wurde aber nachträglich wegen eines positiven Dopingbefundes aus der Wertung genommen

    Quoten mit Muscle Mouse:

    Sieg: 4,00 Plätze: 1,50-1,60-2,20 Zw: 18,50 Dw: 249,40

    Derby 2015:

    1. Paradis Wood B 1:16,9 (Rudolf Haller) 5,00

    2. Lady Ford (Franz Konlechner) 7,60

    3. Natalie Go (Gregor Krenmayr) 2,10 FAVORIT

    4. Mentor Venus (Johann Lichtenwörther) 4,40

    5. Kiwi Superstar (Gerhard Mayr) 44,30

    Sieg: 5,00 Plätze: 1,80-1,70-1,70 Zw: 47,70 Dw: 111,90

    Derby 2014:

    1. HP Smek 1:15,2 (Martin Redl) 22,90

    2. Tosca Victory (Gerhard Biendl) 1,20 FAVORIT

    3. Meilo Mo (Mario Zanderigo) 47,20

    4. Shainox (Ferdinando Pisacane) 28,40

    5. Dallas Venus (Michael Hönemann) 113,20

    Sieg: 22,90 Plätze: 1,30-1,20-1,60 Zw: 19,80 Dw: 97,70

    Derby 2013:

    1. MS Dreamer (Michael Schmid) 6,50

    2. Edo Venus (Gerhard Biendl) 6,00

    3. Lutin G (Wilhelm Loderer) 69,00

    dis.Galopp Four Roses Venus (Hubert Brandstätter jun) 1,90 FAVORIT

    Derby 2012:

    1. Arnie's Way AD (Michael Hönemann) 2,00 FAVORIT


    Zwischen den Jahren 1998 und 2012 gab es in Österreich wie in Deutschland Derby-Vorläufe, wovon man seit dem Jahr 2013 wieder Abstand genommen hat. Seither gibt es wie früher (übrigens seit 1911) wieder ein Derby-Versuchsrennen, welches ebenso wie das Derby selbst über die Steher-Distanz von 2600m ausgetragen wird


    In diesen 6 Jahren seit 2013 hat es allerdings kein Pferd geschafft, den Sieg im Derby-Versuchsrennen danach auch im Derby zu wiederholen


    Die Sieger der Derby-Versuchsrennen waren
    2013: Four Roses Venus -> im Derby dis. Galopp

    2014: Tosca Victory -> im Derby Zweiter

    2015: Lady Ford -> im Derby Zweite

    2016: Orange Venus -> im Derby Zwölfte

    2017: Dreamboy AS -> im Derby Dritter

    2018: Juwel Venus -> im Derby Vierter

    2019: Amigo Venus


    In früheren Jahren war dieses Verhältnis nicht ganz so krass, doch taten sich auch damals schon die Teilnehmer schwer, sowohl den Sieg im Derby-Versuchsrennen als auch im Derby selbst an ihre Fahnen zu heften


    So konnten z.B. in den 30 Jahren zwischen 1968 und 1997 nur 11 Pferde beide Rennen gewinnen (1969 Advokat, 1976 Damara S., 1977 Daniel, 1978 Derbystar, 1981 Mac Donald, 1985 Brubaker, 1988 Dale Qui, 1992 Mick Dundee, 1994 Nottingham, 1995 Super Joie und 1997 Speedy Webbster) , während 19 andere Pferde an diesem Unterfangen scheiterten


    Zum Abschluss noch ein Blick auf die Fahrer: von den voraussichtlich 13 teilnehmenden Fahrern konnten nur drei das Derby bereits gewinnen. Und zwar Gerhard Mayr 2x (2007 mit Oscar the Mo und 2017 mit Wotan Casei) , Conrad Lugauer ebenfalls 2x (2006 mit La Traviata und 2008 mit Pompano Crown) sowie Martin Redl (2014 mit HP Smek)

  • Und zur Einstimmung auf's Derby noch ein Rückblick auf die 'Gute alte Zeit'... ;)


    Vor 10 Jahren...

    Nichts gegen den wunderbaren Jagaro Mo (der mittlerweile bereits 38 Rennen gewinnen konnte) oder natürlich den Derbysieger von 2007 Oscar the Mo , aber 2009 lief im Österreichischen Traber-Derby der meiner Meinung nach beste 'Mo'-Traber (aus der Zucht von Alois Moser/ Oberösterreich) aller Zeiten, nämlich Iceman Mo. Dieser hatte allerdings das 'Pech', dass in seinem Jahrgang auch der nunmehr gewinnreichste und schnellste Traber Österreichs aller Zeiten, nämlich STRIKING ACTIONS vertreten war, den Hugo Langeweg jun. in den Niederlanden erstklassig vorbereitet hatte und gegen den im Rennen der Rennen einfach kein Kraut gewachsen war


    Sowohl Striking Actions (15,4/ 2300m) als auch Iceman Mo (18,1/ 2300m) hatten ihre jeweiligen Vorläufe souverän gewinnen können. Im Derby selbst waren dann die Positionen rasch bezogen, Striking Actions diktierte das Geschehen von der Spitze aus mühelos und gewann das Derby als 12:10 Favorit in 15,2/ 2300m überlegen vor Iceman Mo (15,6) , der die längste Zeit hinter Striking Actions an der zweiten Stelle lag und diesen Platz bis ins Ziel locker behauptete, ohne allerdings je den Anschein zu erwecken, den Sieger auch nur irgendwie gefährden zu können


    Platz drei in diesem Derby ging weit hinter diesen beiden an Undercover SR (Rudi Haller; 16,3)


    weiters liefen: JS Maxima (Steen Juul; 16,7) , Black Beauty Venus (Dieter Marz; 16,7) , Power Sultan (Gerhard Mayr; 16,7) , Abadeno (Ari Kaarlenkaski; 16,9) , Lancelot Mo (Martin Redl; 17,9) und Alpha Pega (Johan Buijs; 18,8)


    Sieg: 1,20 Plätze: 1,10-1,10-1,60 Zw: 2,10 Dw: 13,50


    Vor 20 Jahren...
    hatte es schon einen ähnlich dominanten Sieger des Derbys gegeben, auch LEE ROY CROWN (Helmut Biendl) wurde 1999 auf 12:10 runtergewettet und rechtfertigte seine Favoritenstellung in 17,3/ 2300m eindrucksvoll


    HInter Lee Roy Crown belegten die Plätze zwei und drei Toscanini (Franz Konlechner; 17,7) respektive Joker Mystère (Martin Redl; 18,0)


    weiters liefen: Cascaya (Konrad Spaderna; 18,1) , Action Ladykiller (Josef Gruber; 18,7) , Davidoff S (Adi Übleis; 19,3) , Brian Lloyd (Gerhard Martinu; 19,5) , Chardonnay (Walter Kössner; 19,5) , Hot Sailing (Cornel Bürgler; 19,8) , King Venus (Manfred Schub; dis.Gal.) , Magic Goal (Conrad Lugauer; ausgeblieben) , Zino S (Gerhard Mayr; ausgeblieben) und Ari Bourbon (Christian Übleis; ausgeblieben)


    Sieg: 1,20 Plätze: 1,10-1,10-1,10 Zw: 4,50 Dw: 13,30


    Vor 30 Jahren...
    Hatten also vor 10 und 20 Jahren jeweils die klaren Favoriten ihre Rolle gerechtfertigt, so gab es 1989 doch eine kleinere Überraschung. Damals rechnete man allgemein mit einem Sieg des favorisierten Cesare Borgia, der in der Hand seines ständigen Fahrers Dieter Marz bereits das Derby-Versuchsrennen in 21,0/ 2300m hatte gewinnen können


    Da sich aber kurz vor dem Derby selbst die 'Schleusen des Himmels' öffneten und damit wesentlich andere Bodenverhältnisse vorherrschten, das Derby damals noch über 2800m , also 500m länger als das Versuchsrennen ging, und nicht zuletzt die Tatsache, dass sich Dieter Marz im Derby mit Kurt Heigl/ Selina P einige Male um die Führungsposition matchte, kam es dann doch etwas anders, als gedacht


    Lachender Dritter war jedenfalls Walter Malota mit seinem IBSEN, der sich mit stoischer Ruhe die Positionskämpfe um die Führung zwischen Marz und Heigl begutachtete und seinen Ibsen erst im Einlauf forderte, wo dieser auch sofort überlegen war und das Derby 1989 in 21,3/ 2800m gewinnen konnte. Zweite wurde Selina P, während der favorisierte Cesare Borgia nur den dritten Platz belegen konnte


    Der im Vorfeld - vor allem auf dieser Steherdistanz - als recht chancenreich eingestufte Lawyer konnte in der Hand von Albert Plschek nach verpatztem Start nur Rang 5 belegen


    Vor 40 Jahren...
    Wie 20 und 30 Jahre später, gab es auch im Jahr 1979 einen haushohen Derbyfavoriten, nämlich Escamillo, der bis auf Toto 13:10 heruntergewettet wurde (damals gab es auch noch Buchmacher in der Krieau, bei denen stand er wenigstens 8:10). Escamillo befand sich im Besitz von Dr. Herbert Pichler, dem damaligen Vize- und späteren Präsidenten des Wiener Trabrenn-Vereines. Trainiert und ständig gefahren wurde Escamillo von Albert Plschek. Escamillo war vor dem Derby nur im 'Mautner' unplatziert geblieben, sonst aber stets auf den Plätzen 1 oder 2 eingelangt, und hatte auch das Derby-Versuchsrennen eindrucksvoll gewinnen können


    Einen Strich durch die Rechnung machte allen aber Adi Übleis, der mit seinem VULKAN eine taktische Meisterfuhr hinlegte und schlussendlich in der damaligen Rennrekordzeit von 1:22,9/ 2800 zu Toto 52:10 deutlich mit mehr als 2 Längen Vorsprung vor seinem Trainingsgefährten Antonio Fellows (Rolf Luff) siegreich blieb, während Escamillo nur den dritten Rang belegen konnte


    weiters liefen: Clöving Star (Alois Englbrecht) , Doc Hoppes (Johannes Frömming) , Algebra (Josef Gruber) , Ira III (Konrad Spaderna) , Allegro (Fritz Sauer) , Big Boy (Walter Malota) , Ari-Freight (Walter Ehrenreich) und Al Capone (Günther Grün)


    Sieg: 122 Plätze: 21-30-12 Zwilling: 504 Dw: 4.096


    Escamillo gewann in jenem Jahr 1979 übrigens bei 12 Starts 11x, aber just der Sieg im 'Rennen der Rennen' sollte ihm versagt bleiben


    Vor 50 Jahren...

    Besser gelang es Albert Plschek 10 Jahre zuvor, als er den gar bis auf 11:10 runtergewetteten ADVOKAT (Besitzer auch hier Dr. Herbert Pichler) zu einem souveränen Erfolg in 1:25,9/ 2800m vor seinem Stall- und Trainingsgefährten Iffland (Günther Grün) nach Hause steuerte. Dritter im Derby 1969 wurde Diamant in der Hand von Wilhelm Höfler


    weiters liefen: True Charmeur (Walter Martinu) , Hofrat (Franz Tesar) , Cibby (Dezsö Konta) , Consul (Ernst Fischer) , Miramare (Wilhelm Zahel) und Nonntaler Bua (Adi Übleis)


    Sieg: 11 Plätze: 11-18-41 Zwilling: 55


    Züchter der beiden Erstplatzierten war übrigens der damals sehr bekannte österreichische Schauspieler Oskar Sima


    Vor 60 Jahren...
    Viel ausgeglichener war das Derby 1959, als Alois Englbrecht seine DEAGATA in 1:29,8/ 3300m zum Sieg steuern konnte. Die beiden gewannen zu Toto 38:10 leicht mit 2 Längen Vorsprung vor Imker (Andor Beess) und Senro (Otto Dieffenbacher)


    weiters liefen: Esther (Fritz Irsigler) , Boriska (Johann Niernberger) , Gypsi (Johann Peschl) , Nike von Haidhof (Johann Schön) , Glaubendorferin (Johann Scherber sen.) , Permit jr. (Rolf Luff) , Alfredo (Josef Granner) und Sonnrickerl (Walter Flick)

  • Wenn man diese nostalgischen Betrachtungen (DANKE) liest und dabei das Programm für den diesjährigen "Derby-Renntag" vor sich hat, kommt man aus dem Trauern nicht mehr hinaus. Leider hat sich auch die Ausgestaltung der "Derby-Sonderausgabe" des Krieau-Magazins an dieses Niveau angepasst. Bei der Präsentation der größten Aussenseiter auf den Seiten 6 und 7 sind ausser dem Lebensalter und Geschlecht der Starter keine weiteren Informationen abgedruckt - als würden diese Starter aus dem "Nichts" direkt ins Derby einsteigen. Und bei "Geppet O" ist der Name des abgebildeten Fahrers offenbar ebenfalls dem Datenschutz zum Opfer gefallen. Für diese "Leistung" ist auch noch ein erhöhter Magazin-Preis (€ 4,00) zu entrichten.
    Ich beteilige mich ja selten an den Forums-Diskussionen - im "alten" Traberforum gar nicht mehr, weil dort leider wenig Objektives zu lesen ist.

    Bei den "Traberfreunden" wiederum tut sich kaum etwas. Oft hat man den EIndruck, dieses Forum existiert gar nicht mehr. Mitglieder wie Raimund Schulz und "Peezy" (mit seinem tollen Bemühungen, "neues" Publikum in die Krieau zu bekommen) sind die dankenswerten Ausnahmen. Aber angesichts des dramatischen Niveau-Verlusts bei DEM Grossereignis des österreichischen Trabrennsports kann ich nicht umhin, mich wieder einmal zu Wort zu melden.

    Das Programm des kommenden Renntags ist aus meiner Sicht ein deprimierender Tiefpunkt. Wenn schon nicht zu verhindern war, dass man wegen der dringend benötigten PMU-Partnerschaft schon am Vormittag starten muss, hätte man doch im weiteren Verlauf des Tages etwas mehr als insgesamt dürftige 8 Rennen zustande bringen können. Sicher ist dazu eine schon im Vorfeld stattfindende aktive Kommunikation mit den Trainern erforderlich, um die Ausschreibungen so anzubieten, dass das verfügbare Pferdematerial darin unterzubringen ist. Und - es wurde ja schon in anderen Postings angemerkt - ein Nennungsergebnis von 21 Pferden bot in der Vergangenheit allemal die Möglichkeit, 2 Abteilungen zu konfigurieren. Bei der aktuell gewählten Vorgangsweise der WTV-Verantwortlichen entsteht der Eindruck, dass gar kein Interesse vorhanden ist, mehr Rennen zu veranstalten. Es werden ja seit geraumer Zeit besonders in der "Hauptsaison" die Renntage und dazu noch die jeweilige Anzahl der Rennen permanent weniger.
    Im Profil vom 26. Mai 2019 hat Sport-Stadtrat Peter Hacker eine etwaige Absiedlung der Krieau (zugunsten der unseligen "Würgeschlange" Viertel Zwei GmbH) in Abrede gestellt (Zitat: "Die Trabrennbahn bleibt erhalten - und zwar an diesem Ort"). Wenn es dem WTV aber nicht gelingt, auch selbst ein vitales Interesse am Fortbestand zu dokumentieren, wird dem Druck der "Immobilien-Entwickler" vermutlich auf längere Sicht nichts entgegen zu setzen sein. Noch dazu, wenn der aus vielen Gründen zu hinterfragende "Deal" der Stadt Wien mit dem Viertel Zwei erst durch eine "Nachzahlung" bei Verbauung des Rennbahngeländes eine wirtschaftlich erträglichere Dimension für die Stadt annimmt.

    Es wäre schon interessant, eine Stellungnahme der WTV-Verantwortlichen zu deren Zukunftsplänen (und den gegenwärtigen Abläufen) zu erhalten. Der auch mit der Hoffnung auf verbesserte Kommunikation gegründete "Stammtisch" scheint ja in der Zwischenzeit auch nicht mehr merkbar aktiv zu sein.

    Es bleibt, den bislang anerkennenswerten Kämpfern im Ebreichsdorfer Racino ein weiteres Durchhaltevermögen, den Badnern gutes Rennwetter und erfolgreiche Umsetzung guter Ideen und auch Wels die Aufrechterhaltung der für den Westen Österreichs wichtigen Veranstaltungen zu wünschen.


    Alles Gute dazu,
    Heinz Ertl

  • Ein Traberderby Renntag mit nur 8 Rennen ist in der Tat etwas mager. Was dafür die Gründe sind können die Experten sicher viel besser beantworten als ich. Aber ich denke schon dass es wichtig ist, die Besitzer und Züchter wo es nur geht zu unterstützen, und zu ermuntern am Sport festzuhalten. Sonst wird das Feld immer dünner, die Rennen leichter zu erraten, die Quoten damit niedriger, und uninteressanter für den Spieler.


    Das Baden es auch an einem "normalen Mai-Renntag" schafft 12 Rennen zu veranstalten, zeigt mir auf der anderen Seite dass es auch nicht komplett unmöglich ist. Man spürt aber schon, dass das Interesse insgesamt sinkt - das ist ja auch an den (Umsatz-)Zahlen abzulesen. Das liegt an vielen kleinen (und auch größeren) Dingen, wo jeder von uns wohl den einen oder anderen Punkt zum besten bringen könnte. Das geschieht aber immer seltener, da man den Eindruck hat dass man ungehört bleibt.

  • JA, leider muss man den Vorposter

    zustimmen , bzw. abnicken...

    Wenn man die gute alte Zeit bemüht,

    sieht man natürlich alles etwas verklärt, bzw. etwas nostalgisch..

    Es war wirklich eine andere Zeit...

    Ich weiß aber Flyingp. Schultz@ sieht

    die Lage sicher REALISTISCH..wie es

    sich JETZT darstellt. Und dies ist leider nicht so rosig, bzw. sogar dramatisch.

    Die Anzahl der Jährlinge und der

    Fohlen sind angeblich ziemlich am

    Boden... Die Felder eher „dünn „.

    Die Wettumsätze sind ziemlich

    mager, ausser ein paar Ausnahmen

    bzw. einer Rennbahn in NÖ...

    Dies alles, einer bzw.. einigen Menschen

    in die „ Schuhe“ zu schieben, wäre

    auch falsch , ABER, man muss ,

    Ursachenforschung betreiben und

    Konzepte erarbeiten um die Abwärtsspirale zu stoppen, bzw. den

    negativ TREND entgegenzuwirken.

    Hier sind ALLE gefordert. .. den ALLE

    sitzen in selben Boot.

    Es gilt, nur noch an Einem STRANG

    zu ziehen...

    Dies ist meine persönliche Meinung,

    bin nur ein Kleiner Besitzer... aber

    ich hoffe, noch immer, dass UNSER

    ALLER SPORT diese Talsohle bald durchschreiten kann.

    Setzt euch ALLE an einen Tisch und

    macht KONZEPTE an denen Züchter

    Besitzer wieder glauben/ hoffen

    können, DANN wird auch wieder

    investiert werden..

    Ein Beispiel...( real)

    ...ein Freund von mir

    erzählte mir mit Stolz von seinem

    FOhlenhengst v. Light Kronos... u.

    will jetzt seine gutklassige Stute von

    Orlando Vici bedecken lassen..

    Sollen diese Investitionen, Zeit, Arbeit,Hoffnungen ..für die „ K A T Z“ sein?

    Ich hoffe, NICHT.!

    Es gibt sicher etliche andere auch.

    die auf positive Signale warten...

    (werden aber immer weniger., )


    Fazit:

    .. wenn es positive , Ansätze, Signale

    für den Züchter/ Besitzer/...gäbe..

    werden doch einige mehr

    bereit sein, weiter zu machen....

    bzw. WiEDER zu investieren...


    Nur es muss was GESCHEHEN....man braucht Ziele, Visionen, Anreize...


    wann ?..

    ..J E T Z T...


    Mit freundlichen Grüßen

    W. Hödl ( sirvano)

  • Bezüglich Rennprogramm sei auch noch anzumerken, dass es keinen Rückblick auf den Vorrenntag gab.


    Kein Rückblick auf ein Derbyversuchsrennen ( vielleicht hätten sich die siegreichen Besitzer und Züchter auch über

    einen Artikel gefreut ) , kein Rückblick auf die Saisonbestleistung eines Dreijährigen - auch dies ist keinem eine Erwähnung wert.


    Wie bitte sollen wir eine Sport verkaufen, der uns selbst offensichtlich so wenig wert ist ?


    Für die internationalen Rückblicke - die auch interessant sind - waren schon 2 Seiten reserviert.


    Zumindest mich interessiert der österreichische Sport aber mindestens genauso.

  • Kann mich Frau Auer nur anschließen - ist schließlich unsere "österreichische" Zeitung - da sollte auch der österreichische Trabersport im Mittelpunkt stehen. Auch bei uns gibt es manchmal herausragende Leistungen zu sehen, die dann nur kurz gestreift werden. "Trabinside" hat sehr wohl erwähnt, dass Nero Maximus bei Gregor und Christoph seine erste Ausbildung erhalten hat und auch bereits bei uns gewinnen konnte. Man hat immer viel auf dieses Pferd gehalten , und dass auch unsere Pferde international bestehen können, haben sie auch schon bewiesen. Also, warum immer nur im Ausland die Lorbeeren verstreuen?

  • Mein Beitrag bezog sich auf die Zeitung!!g

    Möglichkeiten gibt es auch bei uns - außer vielleicht den richtigen Rennen zur Vorbereitung. Ein Pferd zum richtigen Zeitpunkt in Form zu bringen ist die Kunst. Mon Cherrie kommt von zu Hause - und jeder Tag ist anders - und jeder Besitzer hat seine eigene Philosophie.

    Derbywoche - welche praktische Erfahrungen hast du mit der Vorbereitung von Pferden? Das wäre schon interessant.