27.7. Großrenntag in Baden

  • Sky Deine Meinung zu den Ausführungen zum Super Trot-Cup im Traberforum kann ich so gar nicht teilen.

    Lozano Boko konnte sich im Vorjahr in Baden nicht qualifizieren, womit man die Reise zum Vorlauf nach Berlin auf sich genommen hat, um sich dort für das Finale zu qualifizieren. Somit hat er dann deiner Ansicht nach dort einen Teilnehmer einen Startplatz "weggenommen" - ist das dann auch unfair?

    2016 gab es noch keine Eliminationen in Österrreich, jedoch haben sich vier heimische Vertreter (Stark Bi, Othello Victory, Abasi und New Generation) in Berlin im Vorlauf versucht. HIer hat sich einzig und allein Stark Bi den Weg ins Finale gefunden und dieses dann auch für das Team Neuhof (Walter Bauer) mit Rudi Haller für sich entschieden.

    2017 hat sich dann kein Teilnehmer für österreichische Interessen qualifiziert.

    2018 fand erstmals ein Vorlauf des Super Trot-Cup in Österreich - in der Wiener Krieau statt. Hier gewann Muscle Boy As vor Born Alone und Popeye Diamant. Da man mit Popeye Diamant verzichtet hatte, rückte Lord Brodde als Vierter ins Finale nach. Muscle Boy As schlug sich mit Rang vier im Finale damals recht beachtlich. Lord Brodde war ohne Chance und wurde nur 10., während Born Alone angehalten wurde. Somit die österreichischen Teilnehmer im Gesamten sehr bescheiden unterwegs.

    2019 hat dann Baden den Vorlauf übernommen. Auf Grund der zahlreichen Starter, auch damals aus dem In- und Ausland haben sich Pocahontas Diamant und Lord Brodde als jeweilige Vorlauf-Sieger fix qualifiziert. Der bessere Zweitplatzierte Kentucky Bo hat verzichtet, ebenso wie der nachrückende Stravinskij Bigi - somit waren nur die zwei Eliminationssieger in Berlin am Start. Pocahontas Diamant - nachdem sie in Baden von Giampaolo Minnucci zum Sieg geführt wurde - holte mit Alessandro Gocciadoro einen tollen zweiten Platz im toten Rennen, während Lord Brodde zwar eine gute Speedleistung zeigte mit Rang sechs aber leer ausgegangen war.

    2020 und 2021 gab es wegen Corona keinen Super Trot Cup.

    2022 hatte sich Charmy Charly AS in Baden qualifziert. Die ebenfalls qualifzierten Juliano Mo und Olympia Hazelaar haben ebenso auf ein Antreten im Finale verzichtet wie auch die Nachrücker Kronprinz Rudolf und Rolando Venus. Charmy Charly AS war nach dem fulminanten Vorlaufsieg und im Jahr seines Derbysieges im Finale dann gegen zu starke Gegnerschaft unterwegs und wurde schlussendlich abgeschlagen Achter und Letzter. Gegenüber des Veranstalters würde ich es eher als unfair bezeichnen seine Startmöglichkeiten im Finale dann nicht wahrzunehmen, wenn du man schon so den schlechten Modus angreift wie du Sky  

    2023 gab es wieder größeren Andrang auch mit deutschen Gästen. Im ersten Vorlauf setzte sich Faith Trot vor Tyron Hill durch, den zweiten Vorlauf gewann Lozano Boko, der im Finale dann wie ja bereits bekannt einen tollen zweiten Platz, trotz aufwändigen Rennverlaufes in dritter Spur auf den letzten 800 Meter, hinter den überlegenen Sieger Carloforte Font holte. Sowohl Faith Trot als auch Tyron Hill hatten die Finalteilnahme ebenfalls wahrgenommen, spielten mit den Rängen 6 und 8 jedoch keine große Rolle.

    Im Vorjahr - also 2024 - gab es abermals zwei Vorläufe. Einen davon gewann Tyron Hill, der sich im Finale dann das fünfte und letzte Geld schnappen konnte. Im zweiten Vorlauf gewann Divina Trio, wo allerdings bereits vor dem Start im Vorlauf - auch im Wissen des veranstaltenden Vereins - klar gewesen ist dass diese wegen ihrer Rechtskursschwäche nicht im Finale antreten wird. Da stellt sich dann auch die Frage ob es "fair" ist so ein Pferd überhaupt antreten zu lassen gegenüber aller anderen Teilnehmer. Jedenfalls sind die schnellere Zweite Blind Date und der nachrückende Hockstedt dann im Finale am Start gewesen, beide jedoch ohne Erfolg. Blind Date war dis. und Hockstedt - damals noch im Besitz von Victor und seiner Mutter - wurde Elfter. Lozano Boko der in Baden (am 30.06.) als Vorlauf-Fünfter gescheitert war, qualifzierte sich dann zwei Wochen später in Berlin als Vorlauf-Dritter. Der abermals hervorragende zweite Platz im Finale ist ja ebenso bekannt.

    Zusammenfassend konnte einzig und allein Lozano Boko als österreichischer Vorlaufsieger und für österreichische Interessen sowie Pocahontas Diamant aus den österreichischen Eliminationen eine bessere Rolle spielen. Im Vorjahr qualizierte sich Lozano Boko ja nicht aus der "Österreich-Abteilung" heraus.

    Alle anderen Vorlaufqualifikanten aus den österreichischen Eliminationen traten entweder die Reise gar nicht an - was unfair gegenüber dem Veranstalter ist - oder spielten dort - Ausnahme Muscle Boy AS und Tyron Hill noch mit kleinen Geldgewinnen - keine Rolle.

    Kleiner Hinweis zum heurigen Super Trot Cup-Vorlauf in Österreich. Eigentlich wollte kein österreichischer Vertreter so wirklich antreten - mit Oscarello wird man selbst bei Qualifikation ein Antreten mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht wahrnehmen. Bei Cash to Thelimit S überlegt man noch, tritt aber eigentlich nur als guten Willen und den Gewinnmöglichkeiten im Vorlauf an. So realistisch sind unsere Trainer schon, dass sie gegen die bereits qualifzierten Pferde im Finale keine Chance haben, daher war auch das Interesse der "Heimischen" an dieser Elimination recht gering ausgefallen.

    Abgesehen davon ist es eine Ausschreibung für Pferde aller Länder und die ist an allen vier Austragungsorten der Vorläufe mit heuer Berlin (Deutschland - 29.06.) Halmstad (Schweden - 05.07.), Wolvega (Niederlande - 12.07.) und Baden (Österreich - 27.07.) gleich. Nämlich für 4-14-jährige Hengste/Wallache aller Länder bis 100.000 Euro, und 4-14-jährige Stuten aller Länder bis 140.000 Euro. Was genau ist daran unfair??? Jeder kennt vorab die Ausschreibung und weiß was ihm erwartet bzw. erwarten kann. Bei einem Frei für alle in der Krieau könnten ja auch Idao de Tillard, Go on Boy, Inexess Bleu für 2.000 Euro Gesamtdotation antreten - jedoch ist die Aussicht darauf nicht mal bei 0,01%- ,ist das aus deiner Sicht auch unfair Sky oder würdest du dich über solche Pferde womöglich sogar freuen?

    Manche Ansichten kann man - muss man aber nicht verstehen und teilen.

    Ich persönlich finde es toll dass es so eine Serie gibt, wo wir daran teilhaben dürfen und als Veranstalter berücksichtigt werden. Und da muss man den Badener Trabrenn-Verein ein Lob aussprechen, der sich schon immer wieder einsetzt diesen Vorlauf austragen zu können, obwohl er doch eine finanzielle "Belastung" ist. Manche mögen in dieser Hinsicht wieder Gegner sein - weil man dieses Geld ja vernünftigerweise in "heimische" Rennen investieren könnte. Ich sehe es, auch wenn es nur wenige schaffen, als eine Möglichkeit mit einem in österreichischen Besitz stehenden Pferd mit Vorlauf und Finale doch noch gutes Geld zu verdienen. Wie es eben bei Stark Bi und Lozano Boko der Fall war. Das es in dieser Gewinnklasse für "heimische" auf Grund der europäischen Konkurrenz nicht einfach ist, ist eine andere Geschichte - im Gesamten aber für den europäischen Trabrennsport - und eben die Zusammenarbeit in Traber-Europa ist es eine tolle Sache.

    Abgesehen davon - wenn man es als unfair sieht dass man dort keine Chance hat, es gäbe ja auch die Möglichkeit sich mit seinesgleichen zusammenzuschließen und so eine Serie vielleicht in kleineren Format mit Ungarn, Slowenien, Tschechien, etc. auszutragen.

    Ideen gäbe es genug den Trabrennsport national und international attraktiv zu gestalten - kostet jedoch vor allem immensen Arbeitseinsatz.

  • 100% richtig was Alex schreibt - alleine die Diskussion im anderen Forum ist unverständlich hoch 3.... Na gut, heuer ist der Vorlauf schwach besetzt, tw. auch weil man die anderen Starter schon weiß und sich nicht viel Chancen in einem ev. Finale gibt. Aber in den letzten Jahren waren da sehr gute Pferde am Start, oft zwei Vorläufe. Aus Besitzersicht ist das eine super Sache, man kann auch mit Silber-Pferden einmal die Chance bekommen um viel Geld zu fahren. Wird sicher nächstes Jahr wieder ein besseres Rennen sein, aber einen wirklichen Grund warum man da aussteigen soll, den weiß kein Mensch....